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Als ich mir Mitte 2018 den Wurm eines Auslandsjahres in den Kopf setzte, war mir nicht bewusst, was wie wann zu tun ist dafür.
Ein Glück hatte ich mir aber Südkorea als Zielland ausgesucht. Warum Glück?
Man stellt sich den ganzen Prozess definitiv komplizierter vor, als er eigentlich ist. Es folgt eine kleine Beschreibung.

Das Beste bis jetzt war definitiv, dass es für Freemover nach Asien (Südkorea inkl.) das Programm von Asia Exchange gibt. Das ermöglicht im Endeffekt, kurzgefasst, so gut wie allen Studierenden, die sich für Auslandssemester in Asien interessieren, eben dieses.
Einzige Voraussetzungen hierbei sind, dass man eingeschriebener Studierender ist und sich um den ganzen Rest, neben der Uni, selbst kümmert.

Hier setzen nun die eigentlichen organisatorischen Punkte an.
Was benötigt man neben der entprechenden Universität noch? Das wären..

... eine Finanzierung.
Größter Punkt ist hierbei für mich wohl Auslands-BAföG gewesen. Glücklicherweise bin ich mittlerweile Profi im Beantragen von BAföG, weswegen das kaum Hürden darstellte. Einzig stressig war, dass ich mir ganz schön Zeit gelassen habe mit dem Nachreichen von Dokumenten, aber wenn man einmal alles abgegeben hat, geht der Rest auch ziemlich fix (, oder ich hatte ein fixe Sachbearbeiterin).
Jedoch gab es auch hier ein kleines Problemchen. Die HUFS (Hankuk University of Foreign Studies) möchte im Vorfeld des Studiums bereits die Studiengebühren für beide Semester (ca. 4.000€) und die "Miete" für das Wohnheim (ca. 250€/Monat) haben. Da ich als armer Studierender das schlecht auf einen Schlag aufbringen konnte, musste noch eine andere Art der Finanzierung her, die mir genau diese Vorauszahlungen emöglicht. Dazu kommen halt auch noch das Geld für den Flug und sonstige Kosten.
Nach Recherche kam ich auf das Angebot der Deutschen Bildung. Mehr Infos dazu werde ich hier nicht geben, da das kein Werbeblog ist. :)
Da wurde es zeitweise ziemlich stressig, da solche Institutionen sich natürlich der Schufa bedienen und man natürlich dort einen recht geringen Score hinterlegt hat, wenn man als Studierender kein anderes großes Einkommen neben BAföG hat.
Das wurde im Endeffekt aber auch alles geklärt und jetzt bin ich hier mit vollständig funktionierender Finanzierung für meinen Auslandsaufenthalt. Hurra!

... ein Visum.
Das war deutlich einfacher, als ich zuerst dachte. Auf der Internetseite des Konsulates Südkoreas in Bonn das Formular ausgedruckt, ausgefüllt (so weit ich konnte), mit den Unterlagen der HUFS, sonstigen Dokumenten nach Bonn gefahren, abgegeben, das erste Mal meine bis dato bekannten Vokabeln genutzt ("감사합니다 " [gamsahabnida] - Danke, und "안녕하세요" [annyeonghaseyo] - Hallo), und eine Woche später lag mein Reisepass mit Visum im Briefkasten. Wenn nur alles so einfach wäre, wie ein Studierendenvisum für Südkorea.. :)

... etwaige Impfungen.
Gut, dass ich den Blogpost schreibe. Ich muss nämlich noch immer einen Termin für die Impfungen machen. Für Südkorea sind aber nur die deutschen Pflichtimpfungen Pflicht, und Hepatitis A ist optional. Alles andere ist ziemlich sicher.

... die Flüge.
Ziemlich einfache Kiste. Bei dem Hinflug konnte ich ein gutes Schnäppchen machen mit 350€ (vom Auslands-BAföG gibt es pauschal 500€ pro Flug), und beim Rückflug bin ich noch für ein weiteres Schnäppchen auf der Lauer.

... einen Untermietenden.
Ein Glück habe ich mich darum rechtzeitig gekümmert. Witzigerweise ist meine Untermieterin sogar Südkoreanerin!


Das waren so gut wie alle organisatorischen Angelegenheiten bis zu diesem Punkt. Ich bin super gespannt, was die nächste Zeit für mich bringt und insbesondere ob alles so gut läuft, wie ich es mir vorstelle. Aber dazu dann wahrscheinlich beim nächsten Update mehr. :)

Tage bis zum Flug nach Südkorea: 41.

Patrick Gustav Blaneck

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